Elektrobiologie ist jenes Teilgebiet der Baubiologie, das sich mit den Auswirkungen der Elektrizität auf biologische Systeme, speziell mit der Belastung des Menschen durch elektromagnetische Strahlung befasst.

Elektrosmog: (technische Strahlung)
Elektrosmog ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den englischen Wörtern „smoke“ (=Rauch) und „fog“ (=Nebel) und entsteht neben dem Nutzeffekt der Elektrizität und wird umgangssprachlich für die Beeinflussung durch technische Felder und Wellen verwendet.
Niederfrequente elektrische Wechselfelder der Netzversorgung:
Immer dann, wenn die elektrische Installation unseres Hauses mit dem Ortsnetz verbunden ist tritt um die Leitungen und Geräte ein sogenanntes niederfrequentes elektrisches Wechselfeld auf, ohne dass ein Verbraucher (z.B. Glühlampe) eingeschaltet sein muss.
Das elektrische Feld wird in Volt/Meter gemessen, der offizielle Richtwert beträgt 5000 Volt/Meter, der baubiologische Richtwert für Schlafplätze liegt bei 1 – 5 Volt/Meter.
Die Ursachen für das Auftreten elektrischer Felder im Wohnbereich liegen häufig in einer unsachgemäßen oder unbedachten Elektroinstallation aber auch in der Vielzahl von Geräten, die an Steckdosen angeschlossen sind (z.B. Nachttischlampen). Sollten sie trotz allem über den empfohlenen Richtwerten liegen, lässt sich in der Regel durch Einsatz von Netzabkopplern in Teilstromkreisen oder durch Abschirmung von Wänden mit speziellen Tapeten oder Farben, die geerdet werden müssen, Abhilfe schaffen.
Elektrische Felder von außen – z.B. durch Zuleitungen der Ortsnetzversorgung - werden in der Regel durch die Gebäudemasse gut abgeschirmt.

Niederfrequente magnetische Wechselfelder der Netzversorgung:
Wenn zusätzlich ein Strom durch eine Leitung bzw. einen Verbraucher fließt entsteht um die Leitung bzw. den Verbraucher ein sogenanntes niederfrequentes magnetisches Wechselfeld.
Das magnetische Feld wird in Nanotesla gemessen, der offizielle Richtwert beträgt 100.000 Nanotesla, der baubiologische Richtwert für Schlafplätze liegt bei 20 - 100 Nanotesla.
Starke magnetische Felder im Wohnbereich sind selten hausgemacht, sondern stammen häufig von außen. Als Verursacher kommen Erdkabel, Dachständerleitungen, wechselstrombetriebene Bahnen, Verteilleitungen in Gebäuden und Hochspannungsleitungen in Frage. Eine Abschirmung durch die Gebäudesubstanz wie bei elektrischen Feldern ist kaum gegeben, es hilft nur das Einhalten eines entsprechenden Abstandes zur verursachenden Quelle.

Hochfrequente elektromagnetische Wellen von Funkdiensten:
Vor allem die Versorgung mit Rundfunk- und Fernsehprogrammen rund um die Uhr sowie die permanente Erreichbarkeit am Mobiltelefon belastet unseren Lebensraum permanent mit elektromagnetischen Wellen.
Als Messgröße für die Richtwerte wird die Leistungsflussdichte in Mikrowatt/m² [µW/m²] herangezogen.
Der offizielle Richtwert für Mobilfunk liegt bei etwa 6,3 – 10 Millionen µW/m², der baubiologische Richtwert bei 0,1 – 5 µW/m².
Gegen die hochfrequente Belastung von außen kann man sich durch entsprechende Abschirmmaterialien an den Wänden und Decken und das Anbringen spezieller Vorhänge an den Fenstern schützen. Im Wohnbereich lässt sich durch den Verzicht auf DECT – Schnurlostelefone, zumindest aber durch deren Außerbetriebnahme in den Nachtstunden Abhilfe schaffen.